Die Menopause ist eine natürliche Phase des Alterns und tritt typischerweise zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr ein. Bei vielen Frauen beginnen die Veränderungen jedoch schon früher – in der sogenannten Perimenopause, wenn sich der Hormonspiegel zu verändern beginnt. Diese frühen Anzeichen können subtil und verwirrend sein oder sogar mit Stress oder anderen Erkrankungen verwechselt werden.
Unregelmäßige Perioden
Während der Wechseljahre kann es in Ihrem Körper sowohl zu subtilen als auch zu deutlicheren Veränderungen kommen.
Eine der häufigsten Ursachen ist die unregelmäßige Periode. Da der Eisprung weniger vorhersehbar wird, kann der Abstand zwischen den Zyklen schwanken und mal kürzer, mal länger sein. Auch die Menstruationsblutung kann variieren, von leichter bis stärker, und es kommt nicht selten vor, dass die Periode ganz ausbleibt.
Die Wechseljahre treten typischerweise zwischen dem 42. und 58. Lebensjahr auf. Bei manchen Frauen markiert das 35. Lebensjahr die Mitte ihrer reproduktiven Jahre, bei anderen eher das Ende. Naomi Watts beispielsweise sprach offen darüber, dass sie mit 36 Jahren in die Wechseljahre kam, was aufgrund ihrer medizinischen Umstände als früh galt, während die Schauspielerin Halle Berry mit 54 in die Wechseljahre kam.
Häufiges Wasserlassen
Hormonelle Veränderungen während der Menopause können die Beckenbodenmuskulatur schwächen und die Schleimhaut der Harnröhre und Blase dünner machen.
Dies kann zu Symptomen wie häufigem Wasserlassen, Harndrang oder sogar leichter Harninkontinenz führen. Viele Frauen berichten auch von erhöhter Empfindlichkeit oder Beschwerden beim Wasserlassen, selbst ohne Infektion.
Brennender Mund
Wie viele andere Wechseljahrsbeschwerden kann Mundbrennen mit einem Abfall des Östrogenspiegels zusammenhängen.
Diese hormonelle Veränderung kann auch andere Veränderungen im Mundraum verursachen, wie etwa Trockenheit oder Veränderungen des Geschmacks- und Geruchssinns.
Allerdings ist Mundbrennen nicht immer hormonell bedingt – es kann auch durch andere gesundheitliche Probleme oder Lebensstilfaktoren verursacht werden, die sich auf die Mundgesundheit auswirken, wie etwa Mundinfektionen.
Hitzewallungen und Nachtschweiß
Plötzliche Hitzewellen, insbesondere im Gesicht oder in der Brust, oft gefolgt von Schweißausbrüchen oder Schüttelfrost.
Stimmungsschwankungen
Der sinkende Östrogenspiegel in den Wechseljahren führt bei vielen Frauen zu Stimmungsschwankungen wie Reizbarkeit, Müdigkeit, Angstzuständen und Schlafstörungen – all dies kann sich negativ auf das allgemeine emotionale Wohlbefinden auswirken. Hormonelle Veränderungen können sich auch auf Gehirnchemikalien wie Serotonin und Noradrenalin auswirken, die eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Stimmung spielen und mit Depressionen in Verbindung gebracht werden.
Schlafstörungen
Möglicherweise haben Sie Einschlafschwierigkeiten, wachen häufig auf oder fühlen sich auch nach dem Schlafen müde. Hormonschwankungen und Nachtschweiß sind oft die Ursache.
Gedächtnislücken oder Gehirnnebel
Der mit den Wechseljahren einhergehende Gedächtnisverlust wird oft als „Brain Fog“ bezeichnet. Es fällt Ihnen möglicherweise schwerer, sich bei der Arbeit zu konzentrieren, der Handlung eines Films zu folgen oder sich an die Namen von Personen zu erinnern. Selbst alltägliche Aufgaben – wie sich zu erinnern, wo Sie Ihre Schlüssel hingelegt haben – können frustrierender als sonst werden.
Kribbeln und Ameisenlaufen in den Extremitäten
Während der Perimenopause und Menopause können hormonelle Veränderungen die Nervenfunktion beeinträchtigen und zu ungewöhnlichen Hautgefühlen führen. Manche Frauen verspüren Taubheitsgefühle, Kribbeln, Prickeln, Jucken oder sogar ein Krabbelgefühl auf der Haut – ein Gefühl, das als Ameisenlaufen bekannt ist. Diese Symptome hängen oft mit dem in dieser Zeit auftretenden Östrogenabfall zusammen.